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Was kostet Loxone für ein Gewerbegebäude? 6 Kostentreiber und zwei Beispiele aus der Praxis

18. August 2026 · 8 Min. Lesezeit · ELKON Automation
Modernes Gewerbegebäude aus Glas

Eine von uns automatisierte Sportstätte kommt auf ein Projektvolumen von rund 50.000 Euro. Bei einem Einfamilienhaus mit integriertem Büro und umfangreicher Gebäudeautomation waren es rund 60.000 Euro. Ein anderes Projekt kann erheblich weniger – oder deutlich mehr – kosten.

Das liegt nicht daran, dass sich Loxone schlecht kalkulieren lässt. Es liegt daran, dass die Frage „Was kostet Loxone?“ ungefähr so präzise ist wie die Frage „Was kostet die Elektroinstallation eines Gebäudes?“.

Entscheidend ist, was das Gebäude können soll. Bei der genannten Sportstätte steuert die Technik nicht einfach nur das Licht. Buchung, Zutritt, Beleuchtung, Audio und Netzwerktechnik greifen ineinander. Aus einzelnen technischen Komponenten wird damit ein automatisierter Betriebsablauf – und genau dieser Unterschied bestimmt einen großen Teil der Kosten.

In diesem Artikel zeigen wir, welche Faktoren den Preis einer Loxone-Installation im Gewerbe bestimmen – und anhand von zwei echten Projekten, welche Größenordnungen in der Praxis möglich sind.

Die Quadratmeterzahl ist ein schlechter Maßstab für die Kosten

Bei einem Gewerbegebäude wird gerne versucht, die Kosten der Automation auf einen Quadratmeterpreis herunterzubrechen. Das klingt einfach, ist in der Praxis aber wenig aussagekräftig.

Ein 1.000 m² großes Lager, bei dem hauptsächlich Beleuchtung und einige technische Funktionen automatisiert werden, kann wesentlich weniger Automationsaufwand verursachen als ein deutlich kleineres Gebäude mit 30 Räumen, individueller Beschattung, Einzelraumregelung, Zutrittskontrolle, Audio und Sicherheitstechnik.

Entscheidend sind deshalb nicht primär die Quadratmeter, sondern Funktionen, Anzahl der Zonen, Sensorik, Aktorik, Schnittstellen und gewünschte Automatisierungsabläufe.

Wer einen seriösen Preis für sein Projekt haben möchte, sollte deshalb zunächst eine andere Frage beantworten: Was soll das Gebäude selbstständig erledigen?

Die 6 größten Kostentreiber einer Loxone-Installation

1. Nicht die Anzahl der Leuchten entscheidet – sondern was die Beleuchtung können soll

Eine Leuchte ein- und auszuschalten ist technisch einfach. Interessanter wird es, wenn Beleuchtung abhängig von Anwesenheit, Tageslicht, Uhrzeit, Nutzung oder Buchung gesteuert werden soll.

In einem Büro kann nur so viel Kunstlicht zugeschaltet werden, wie aufgrund des Tageslichts nötig ist. In einem Restaurant sind unterschiedliche Lichtstimmungen für Frühstück, Mittag, Abend und Reinigung möglich. Und bei einer Sportstätte kann die Beleuchtung direkt mit einer Platzbuchung zusammenhängen.

Damit wird aus „Schalter → Licht an“ ein Ablauf wie „Buchung → Zutrittsberechtigung → Nutzung → Beleuchtung → Ende der Buchung → automatisches Abschalten“.

Je komplexer diese Abläufe werden, desto höher sind Planungs-, Hardware- und Programmieraufwand. Der Betreiber bekommt dafür aber auch etwas anderes als einen intelligenten Lichtschalter: einen automatisierten Prozess.

2. Heizung, Kühlung und Beschattung sollten wissen, was die jeweils anderen tun

Einer der größten Vorteile einer zentralen Gebäudeautomation entsteht dort, wo bislang getrennte Systeme miteinander arbeiten.

Ein einfaches Beispiel: Die Sonne scheint in einen Büroraum und erwärmt ihn, die Raumtemperatur steigt, eine klassische Klimaregelung beginnt zu kühlen. Technisch funktioniert das – energetisch wäre es aber sinnvoller, wenn die Beschattung bereits vorher einen Teil der Sonneneinstrahlung reduziert. Dafür müssen Raumtemperatur, Sonnenstand, Beschattung und Kühlung voneinander wissen.

Ähnliches gilt für Anwesenheit: Warum sollte ein Besprechungsraum den ganzen Tag auf Komforttemperatur gehalten werden, wenn er nur zwei Stunden genutzt wird? Eine intelligente Regelung führt unterschiedliche Informationen zusammen und trifft daraus eine Entscheidung.

Je mehr Gewerke zusammenarbeiten sollen, desto aufwendiger wird die Automation. Gleichzeitig entsteht genau dort ein großer Teil ihres Nutzens.

3. Zutrittskontrolle wird interessant, sobald ein Schlüssel nicht mehr ausreicht

Bei einem kleinen Büro mit fünf Mitarbeitern lässt sich Zutritt relativ einfach lösen. Bei einer Sportstätte, einem Hotel oder einem größeren Gewerbebetrieb sieht die Situation anders aus. Plötzlich stellen sich Fragen wie:

  • Wer darf wann hinein?
  • Welche Person darf welche Bereiche betreten?
  • Wie bekommt Reinigungspersonal Zugang?
  • Was passiert mit den Berechtigungen eines ausgeschiedenen Mitarbeiters?
  • Wie erhalten Kunden außerhalb der normalen Betriebszeiten Zutritt?
  • Können Zutrittsrechte automatisch mit einer Buchung entstehen und wieder verfallen?

Gerade der letzte Punkt zeigt den Unterschied zwischen einem einzelnen Zutrittssystem und integrierter Gebäudeautomation.

Ein Kunde bucht beispielsweise einen Sportplatz. Das System kennt damit bereits den Zeitraum der Nutzung. Diese Information kann anschließend für Zutritt, Beleuchtung und weitere Funktionen verwendet werden. Eine Buchung löst damit nicht mehr mehrere manuelle Tätigkeiten aus, sondern einen definierten automatischen Ablauf. Für Betreiber kann genau das wesentlich interessanter sein als die eingesparte Hardware.

4. Ein Sensor sollte möglichst mehr als nur eine Aufgabe erfüllen

In klassischen Installationen entstehen häufig technische Inseln: Der Bewegungsmelder gehört zur Alarmanlage, ein weiterer Sensor ist für das Licht zuständig, die Heizungsregelung hat eigene Temperaturfühler, die Beschattung arbeitet mit anderen Informationen.

Bei einer integrierten Gebäudeautomation kann dieselbe Information mehrfach genutzt werden. Ein Präsenzmelder ist nicht nur für die Beleuchtung relevant, sondern auch für Raumklima und Sicherheitsfunktionen. Ein Fensterkontakt liefert Informationen für Alarmierung, Heizung und Beschattung.

Dadurch wird nicht zwangsläufig jedes Projekt billiger – aber die vorhandene Sensorik wird intelligenter genutzt. Der Wert eines Sensors liegt nicht nur darin, was er misst, sondern was das Gebäude mit dieser Information macht.

5. Audio und Sicherheit können schnell zu eigenen Gewerken werden

Audio klingt bei der ersten Kalkulation häufig nach einem Nebenpunkt. Bei einer einzelnen Zone mag das stimmen. Sobald aber mehrere separat steuerbare Audiobereiche, unterschiedliche Quellen, Durchsagen oder automatisierte Ereignisse hinzukommen, wird daraus ein eigener Teil des Projekts.

Ähnlich ist es bei der Sicherheit. Je nach Objekt können beispielsweise integriert werden:

  • Alarmfunktionen
  • Fenster- und Türkontakte
  • Wassermelder
  • Rauchmelder
  • technische Alarmierungen
  • Anwesenheitssimulation
  • Videoüberwachung

Der Vorteil einer Integration besteht darin, Informationen gemeinsam nutzen zu können. Das Gebäude kann beispielsweise unterscheiden, ob es sich im normalen Betrieb befindet oder ob niemand mehr anwesend sein sollte. Die gleiche technische Infrastruktur kann dadurch unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

6. Netzwerk und Videoüberwachung gehören heute zur Gebäudeplanung

Ein modernes Gewerbegebäude besteht längst nicht mehr nur aus Elektroinstallation und Gebäudeautomation. Kameras, Zutrittssysteme, WLAN Access Points, Steuerungen, Wechselrichter und zahlreiche andere Geräte kommunizieren über das Netzwerk.

Ein schlecht geplantes Netzwerk kann deshalb zum Problem für Systeme werden, die auf den ersten Blick gar nichts mit „IT“ zu tun haben.

Bei ELKON Automation betrachten wir diese Bereiche deshalb bei Bedarf gemeinsam: Neben Loxone planen und realisieren wir unter anderem Netzwerktechnik, WLAN und Videoüberwachung – von strukturierter Verkabelung, Glasfaser, Switches und Netzwerksegmentierung bis zu Kameras und Aufzeichnungssystemen. Wer nur den Preis der Loxone-Hardware mit dem Gesamtpreis eines solchen Projekts vergleicht, vergleicht deshalb zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Was bekommt man für rund 50.000 Euro? Ein Beispiel aus einer Sportstätte

Bei einer von uns realisierten Sportstätte lag das Projektvolumen bei ungefähr 50.000 Euro. Umgesetzt wurden unter anderem:

  • Loxone Gebäudeautomation
  • Zutrittssteuerung
  • Beleuchtungssteuerung
  • Buchungsintegration
  • Audio
  • Netzwerktechnik

Die Zahl allein ist wenig interessant. Interessanter ist, was der Betreiber dafür bekommt. Eine Sportstätte hat einen entscheidenden Vorteil für Automation: Viele ihrer Abläufe sind vorhersehbar. Ein Kunde bucht, die Buchung hat einen Beginn und ein Ende, der Kunde benötigt Zutritt, während der Nutzung werden bestimmte Bereiche benötigt – danach nicht mehr.

Genau diese Informationen können technisch miteinander verbunden werden. Statt dass jemand mehrere Einzelsysteme bedienen muss, laufen Abläufe abhängig von Buchung und tatsächlicher Nutzung automatisch. Das spart nicht nur Handgriffe, es ermöglicht auch Geschäftsmodelle, bei denen Bereiche einer Sportstätte weitgehend automatisiert betrieben werden. Die interessante Frage ist dann nicht mehr nur „Was kostet die Automation?“, sondern „Welche laufenden Tätigkeiten nimmt sie dem Betreiber jeden Tag ab?“.

Warum ein kleineres Gebäude trotzdem 60.000 Euro kosten kann

Unser zweites Beispiel ist ein Einfamilienhaus mit integriertem Büro. Das Projektvolumen lag bei rund 60.000 Euro. Integriert wurden unter anderem:

  • Zutritt
  • Beleuchtung
  • Audio
  • Beschattung
  • Alarmfunktionen
  • Wassermelder
  • Rauchmelder
  • Videoüberwachung

Dieses Projekt zeigt sehr gut, warum Quadratmeterpreise bei Gebäudeautomation problematisch sind. Hier wurden zahlreiche Funktionen in einem gemeinsamen System zusammengeführt. Ein wesentlich größeres Gebäude mit weniger Funktionen könnte deshalb einen niedrigeren Automationsaufwand haben.

Nicht die Gebäudegröße bestimmt den Preis. Der technische Funktionsumfang tut es.

Warum zwei Angebote für „Loxone“ kaum vergleichbar sein können

Das ist ein Punkt, der bei Angeboten immer wieder zu Missverständnissen führt.

Angebot A enthält vielleicht nur Loxone-Hardware und Programmierung. Angebot B enthält Planung, Loxone-Hardware, Verteiler, Programmierung, Inbetriebnahme, Netzwerktechnik, WLAN, Videoüberwachung und weitere Leistungen. Auf beiden steht möglicherweise „Loxone“ – preislich können trotzdem Welten dazwischenliegen.

Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht nur auf die Endsumme schauen, sondern fragen: Welche Leistungen sind tatsächlich enthalten? Welche Funktionen werden umgesetzt? Wer plant die Schnittstellen zwischen den Gewerken? Wer programmiert und dokumentiert das System? Wer nimmt es in Betrieb? Und wer ist zuständig, wenn später etwas erweitert werden soll? Erst danach lassen sich zwei Angebote sinnvoll vergleichen.

Gute Planung erkennt man daran, was später nicht passieren muss

Bei Gebäudeautomation werden Fehler häufig erst bemerkt, wenn das Gebäude bereits fertig ist. Dann fehlt plötzlich ein Kabel, ein Sensor sitzt an der falschen Stelle, eine Schnittstelle wurde nicht berücksichtigt, ein Verteiler ist zu klein dimensioniert – oder ein System lässt sich nicht wie angenommen integrieren.

Das Problem: Was während der Planung Minuten oder Stunden gekostet hätte, kann im fertigen Gebäude erheblichen Aufwand verursachen.

Deshalb sollte vorab geklärt werden: Welche Funktionen sollen automatisiert werden? Welche Informationen benötigen sie? Welche Sensoren können mehrere Aufgaben übernehmen? Welche Schnittstellen zu Fremdsystemen sind nötig? Was passiert bei einem Ausfall, und welche Funktionen müssen weiterlaufen? Welche Erweiterungen sind später wahrscheinlich? Und vor allem: Welche Automation bringt tatsächlich einen Nutzen? Denn nur weil etwas automatisiert werden kann, heißt das nicht, dass es automatisiert werden sollte.

Wann lohnt sich Loxone in einem Gewerbegebäude?

Eine einfache Faustregel: Je häufiger sich ein manueller Vorgang wiederholt, desto interessanter wird seine Automatisierung.

Muss ein Mitarbeiter jeden Morgen einen Rundgang machen und Bereiche einschalten? Werden Räume beheizt oder gekühlt, obwohl sie nicht genutzt werden? Müssen Zutrittsberechtigungen regelmäßig manuell vergeben werden? Bleibt Beleuchtung unnötig eingeschaltet? Müssen Mitarbeiter nach Betriebsschluss kontrollieren, ob Türen geschlossen und Verbraucher ausgeschaltet sind? Gibt es PV, Stromspeicher, Wallboxen und größere Verbraucher, die unabhängig voneinander arbeiten? Existieren mehrere Systeme mit jeweils eigener Bedienung und Logik? Dann gibt es meistens Automatisierungspotenzial. Dabei muss die Einsparung nicht nur aus Strom bestehen – auch Arbeitszeit, Fehlbedienungen und organisatorischer Aufwand verursachen Kosten.

Was kostet die günstigste Lösung über zehn Jahre?

Der Anschaffungspreis ist eine sehr sichtbare Zahl. Die Betriebskosten sind es meistens nicht.

Ein Gewerbegebäude wird über viele Jahre genutzt. In dieser Zeit entstehen Kosten für Energie, Wartung, Änderungen, Erweiterungen, Serviceeinsätze und manuelle Tätigkeiten.

Besonders teuer können technische Insellösungen werden: Fünf getrennte Systeme bedeuten unter Umständen fünf Bedienoberflächen, fünf Konfigurationen, mehrere Ansprechpartner und Schnittstellen, die bei jeder Änderung berücksichtigt werden müssen.

Deshalb sollte nicht nur gefragt werden „Was kostet die Installation heute?“, sondern auch „Wie wollen wir dieses Gebäude in fünf oder zehn Jahren betreiben?“. Das kann zu einer völlig anderen Entscheidung führen.

Muss man von Anfang an alles automatisieren?

Nein – und in manchen Fällen wäre das sogar die falsche Entscheidung.

Eine sinnvolle Gebäudeautomation sollte erweiterbar geplant werden. Ein Unternehmen kann zunächst Beleuchtung, Beschattung und Zutritt automatisieren und später Energie-, Sicherheits- oder weitere Funktionen ergänzen.

Entscheidend ist, dass die technische Grundlage diese Erweiterungen berücksichtigt. Denn ein System später zu erweitern ist etwas anderes, als fünf unabhängig geplante Systeme nachträglich verbinden zu müssen.

Also: Was kostet Loxone für Ihr Gewerbegebäude?

Unsere beiden Beispiele zeigen Projektvolumen von rund 50.000 beziehungsweise 60.000 Euro. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ein Loxone-Gewerbeprojekt 50.000 Euro kosten muss.

Ein kleineres Büro mit überschaubarem Funktionsumfang kann deutlich darunter liegen. Ein Hotel, eine größere Sportstätte oder ein komplexes Gewerbeobjekt mit vielen Gewerken kann deutlich darüber liegen.

Eine belastbare Zahl entsteht erst, wenn klar ist: Was soll automatisiert werden? Welche Systeme sind bereits vorhanden? Welche Abläufe sollen verbunden werden? Und welches Problem soll die Automation lösen? Bei ELKON Automation beginnen wir deshalb nicht mit der Frage, wie viel Technik wir unterbringen können. Wir beginnen mit den Abläufen. Denn gute Gebäudeautomation erkennt man nicht daran, wie viele Funktionen eine App hat – sondern daran, wie viele Dinge das Gebäude erledigt, ohne dass jemand darüber nachdenken muss.

Was würde Loxone für Ihr Objekt kosten?

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